Per Auktion Dienstleistungen und Waren online verkaufen
- klingt zuerst sehr nach eBay, ist es aber nicht. Locales Liveshopping heißt der neue Trend, welcher aus den USA zu uns herüberschwappt.
Jeden Tag gibt es in einer Stadt ein lokales Produkt zu einem stark vergünstigten Preis, meist 30-70% unter dem Normalpreis. Ein bestimmtes Kontingent an Gutscheinen wird vom Dienstleister zur Verfügung gestellt, aber erst ein Minimum-Käuferkreis ermöglicht den Deal. Kommt der Deal zustande, wird der Gutschein per E-Mail verschickt und der Kaufpreis per Paypal/Lastschrift eingezogen. Meist sind diese ein Jahr lang gültig.
Ins Kölner Aqualand für 10 statt 20€, in Düsseldorf nur 25 anstelle von 50€ fürs Beautyprogramm zahlen oder über zalando.de die Schuhe für 15 statt für 50€ bekommen. Hohe Rabatte freuen zwar den Käufer, aber zzgl. 20% Provision pro eingelöstem Guschein hören sie sich für Anbieter nicht gerade lohnenswert an; sind es auf langfristige Sicht gesehen aber vielleicht doch. Usern soll durch solche Auktionen das Freizeit- und Warenangebot ihrer Stadt nähergebracht werden und die lokalen Dienstleister stärken. Vor allem Gastronomen, Fitness- und Beauty-Anbietern soll hier ein einfacher Online-Vertriebskanal geboten werden um schnell Neukunden zu gewinnen und um auf sich aufmerksam zu machen.
Citydeal/Groupon hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft ganz oben auf der Anbieterplattform-Liste zu stehen. Zurzeit sind es 80 europäische Städte, die von 600 Mitarbeitern betreut werden. In Metropolen wie Berlin setzt sich das Verkaufsprinzip schneller durch als in kleineren Städten wie Dresden. Allerdings hilft der Boom des Portals, dass sich auch immermehr kleinere Städte zu regelmäßigen Angeboten entscheiden. Ständige Angebote sprechen allerdings nicht für den anbietenden Betrieb, es sei denn er möchte ein größeres, preisfixierteres Publikum, welches hauptsächlich aus Schnäppchenjägern und Coupon-Essern besteht. Viele Dienstleister hoffen auf wiederkehrende Kundschaft und sind bereit stärker in Neukundengewinnung und Online-Marketing zu investieren.
Das Angebotsblättchen wird online verfügbar
Eine andere Möglichkeit neben Auktionen bietet das Shoppen mit dem Smartphone. Mit einem heruntergeladenen App lässt sich direkt vor Ort der passende Gutschein aufrufen. Via GPS, Geodaten und Reichweitenkontrolle kann ein Dienstleister/Einzelhändler sein Angebot lokal rund um sein Ladengeschäft aussenden und neue Käufer anlocken. Personalisierte Coupon-Nummer oder Barcode zum Scannen ermöglichen die Kaufabwicklung.
Der Händler stellt sein Angebots-Prospekt dementsprechend online ein (Portale wie kaufda.de/meinestadt.de) und User können sich Angebote gezielt nach Interessen, Ort, Preis und Anbieter heraussuchen. Was früher das klassische gedruckte Angebots-Blättchen war oder eben der ausgeschnittene Gutschein aus der Zeitung, wird mehr und mehr von Online-Angeboten verdrängt. Mobiles Internet verbindet den stationären Handel mit dem Online-Shop und schlägt so eine Brücke zwischen diesen Verkaufskanälen.
Online-Angebote sind somit eine oftmals preisgünstigere und vor allem gezieltere Alternative zum Online-Shop oder der eigenen Internetpräsenz, die sich beim Gemüseladen um die Ecke eventuell nicht rentieren würde.
